
Pedro Acosta, der spanische MotoGP-Fahrer des Red Bull KTM Factory Teams, wird sich am Dienstag einer Operation an seinem rechten Handgelenk unterziehen. Grund dafür ist ein Karpaltunnelsyndrom, das ihn während des niederländischen Grand Prix in Assen zur Aufgabe zwang. Der 20-Jährige hatte bereits seit 2025 unter Taubheitsgefühlen in der Hand gelitten, doch das Problem verschlimmerte sich nun so sehr, dass ein Eingriff unumgänglich wurde.
Während des Rennens in Assen kämpfte Acosta zunächst um einen Platz unter den ersten fünf, nachdem er sich von Startplatz acht verbessert hatte. Er lieferte sich ein packendes Duell mit Marc Marquez auf der Ducati. Doch in Runde 13 von 26 musste er das Rennen abrupt beenden, als er langsamer wurde und in die Box abbog. TV-Bilder zeigten ihn sichtlich gequält, wie er seine rechte Hand heftig schüttelte, was auf ein medizinisches Problem hindeutete.
Nach dem Rennen erklärte Acosta, dass er unter dem Karpaltunnelsyndrom leide, einer Erkrankung, bei der der Medianusnerv im Handgelenk eingeengt wird. Dies führte während des Rennens zu Taubheit, sodass er den rechten Bremshebel nicht mehr spüren konnte. „Ich wusste nicht einmal, ob ich den Hebel noch in der Hand hatte“, sagte er. Ursprünglich war die Operation für die Sommerpause geplant, doch die Ereignisse in Assen zwangen ihn, den Eingriff vorzuziehen.
Acosta berichtete, dass er das Problem bereits seit dem Vorjahr kennt, als er in Motegi wegen eines ähnlichen Taubheitsgefühls von der Strecke abkam. „Heute war es vielleicht der schlimmste Fall, den ich je hatte“, so der Spanier. Er hofft, dass die Operation erfolgreich verläuft und er rechtzeitig zum nächsten Rennen in Sachsenring am 5. Juli wieder fit ist. „Es wird gut sein, wenn alles gut geht“, fügte er hinzu.
Das Wochenende in Assen war insgesamt enttäuschend für Acosta, der nur einen Punkt aus zwei Rennen holte. Technische Probleme mit Sensoren am Samstag beeinträchtigten seine Vorbereitung und ließen ihn nur auf Platz acht starten. Auf die Frage nach positiven Aspekten des Wochenendes antwortete er knapp: „Nichts. Zwischen den technischen Problemen am Samstag und der Sache mit der Hand ist es besser, das zu vergessen.“
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