
Deutschland hat bei einer Fußball-Weltmeisterschaft zum ersten Mal ein Elfmeterschießen verloren. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann unterlag im Achtelfinale Paraguay mit 3:4 vom Punkt. Zuvor hatte Deutschland alle vier Elfmeterschießen bei Weltmeisterschaften gewonnen und dabei nur einen von 18 Versuchen vergeben. Der berühmte Spruch von Gary Lineker, dass am Ende immer die Deutschen gewinnen, galt lange Zeit. Doch am Montagabend in Foxborough endete diese Serie.
Das Spiel begann für Deutschland schlecht, denn Paraguay ging in der ersten Halbzeit in Führung. Kai Havertz gelang jedoch der Ausgleichstreffer. In der Verlängerung schien Jonathan Tah den Siegtreffer für Deutschland erzielt zu haben. Doch der Treffer wurde nach VAR-Überprüfung wegen eines Fouls von Waldemar Anton an Torhüter Orlando Gill aberkannt. So kam es zum Elfmeterschießen.
Im Elfmeterschießen verschossen Havertz und Nick Woltemade ihre Versuche. Tah vergab dann den entscheidenden Elfmeter in der Verlängerung des Shootouts. Damit war Deutschland erstmals bei einer WM im Elfmeterschießen unterlegen. Es war erst die zweite Niederlage in einem Elfmeterschießen bei einem großen Turnier nach dem EM-Finale 1976.
Die Niederlage ist historisch, da Deutschland zuvor als unschlagbar vom Punkt galt. Die Paraguaier hingegen feierten ihren größten Erfolg bei einer Weltmeisterschaft. Sie zogen ins Viertelfinale ein und schrieben Geschichte. Für Deutschland hingegen war es eine herbe Enttäuschung, denn das Team hatte hohe Ziele.
Die deutsche Mannschaft muss nun die Heimreise antreten und die Niederlage verarbeiten. Trainer Nagelsmann wird die Fehler analysieren müssen. Die Zukunft des Teams bleibt ungewiss, aber die Fans hoffen auf eine schnelle Rückkehr zu alter Stärke. Die Niederlage zeigt, dass auch die besten Serien irgendwann enden können.
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