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Wirtschaft

ATSO-Präsident Torunoğlu warnt vor Baustopp bei ausbleibenden Zahlungen

Gazete Yaman
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Der Präsident der Antalya Handels- und Industriekammer (ATSO), Ali Bahar Torunoğlu, hat eine dringende Warnung an die Bauwirtschaft gerichtet. Er betonte, dass die Bauprojekte in der Region zum Stillstand kommen könnten, wenn die ausstehenden Zahlungen nicht umgehend beglichen werden. Diese Aussage fällt in eine Zeit, in der die türkische Bauindustrie bereits mit steigenden Materialkosten und Arbeitskräftemangel zu kämpfen hat. Torunoğlu wies darauf hin, dass viele Unternehmen kurz vor der Insolvenz stünden, da sie ihre Rechnungen nicht bezahlen könnten. Die Verzögerungen bei den Zahlungen hätten bereits zu ersten Baustopps geführt, was die wirtschaftliche Lage weiter verschärfe.

Die Bauwirtschaft ist ein wichtiger Motor der türkischen Wirtschaft, insbesondere in der Tourismusregion Antalya. Torunoğlu erklärte, dass die ausbleibenden Zahlungen nicht nur die Baufirmen, sondern auch Zulieferer und Subunternehmer in Mitleidenschaft ziehen. Viele kleine und mittlere Unternehmen seien auf regelmäßige Zahlungen angewiesen, um ihre laufenden Kosten zu decken. Wenn diese ausblieben, drohe eine Kettenreaktion, die die gesamte regionale Wirtschaft beeinträchtigen könnte. Der ATSO-Präsident forderte daher die zuständigen Behörden auf, die Zahlungsprozesse zu beschleunigen und für mehr Transparenz zu sorgen.

Hintergrund der Warnung sind offenbar Verzögerungen bei öffentlichen Bauprojekten, bei denen die Auftraggeber ihre Zahlungen nicht termingerecht leisten. Torunoğlu kritisierte, dass die Bürokratie und mangelnde Koordination zwischen den Ministerien zu diesen Engpässen führten. Er schlug vor, ein digitales Überwachungssystem einzuführen, um Zahlungsströme besser zu verfolgen. Zudem appellierte er an die Privatwirtschaft, ihre vertraglichen Verpflichtungen einzuhalten, um das Vertrauen in den Markt zu stärken. Die Bauunternehmen selbst müssten ihre Liquidität besser managen, aber ohne pünktliche Zahlungen sei dies kaum möglich.

Die Auswirkungen der Zahlungsverzögerungen sind bereits spürbar: Mehrere Bauprojekte in Antalya wurden vorübergehend eingestellt, und Arbeitskräfte werden entlassen. Torunoğlu warnte, dass dies zu einem Dominoeffekt führen könnte, der auch andere Branchen wie die Immobilienwirtschaft und den Tourismus trifft. Er forderte die Regierung auf, ein Notfallpaket für die Bauindustrie zu schnüren, ähnlich wie während der Pandemie. Ohne schnelle Hilfe könnten tausende Arbeitsplätze verloren gehen, was die ohnehin hohe Arbeitslosigkeit in der Region weiter ansteigen ließe.

Abschließend betonte Torunoğlu, dass die Bauwirtschaft nicht nur für die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch für die Schaffung von Wohnraum und Infrastruktur unverzichtbar sei. Er appellierte an alle Beteiligten, an einem Strang zu ziehen, um die Krise zu bewältigen. Die kommenden Wochen seien entscheidend, und wenn keine Lösung gefunden werde, drohe ein massiver Einbruch der Bautätigkeit. Der ATSO-Präsident versprach, sich weiterhin für die Interessen der Bauunternehmen einzusetzen und den Dialog mit der Regierung zu suchen.

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