Bahçeli: Wiedereröffnung von Militärkrankenhäusern ist lebenswichtig

Der Vorsitzende der nationalistischen MHP, Devlet Bahçeli, hielt eine Rede auf der Fraktionssitzung seiner Partei im türkischen Parlament. Er kritisierte scharf die israelischen Angriffe in der Region und warf Israel vor, Waffenstillstandsabkommen zu missachten und neue Angriffe zu planen. Bahçeli bezeichnete Israel als eine imperialistische Kolonialstruktur, die sich vom Blut der Unschuldigen ernährt. Er betonte, dass die Schreie der Waisen in Gaza und die Klagen der Unterdrückten in Beirut nicht verstummen, während das zionistische Völkermordnetzwerk Abkommen nach seinen eigenen bösartigen Interessen verdreht. Für diese blutige Terrormaschine sei Frieden nur eine Atempause für Waffen und Diplomatie ein Mittel, um Gräueltaten mit einem rechtlichen Deckmantel zu versehen.
Bahçeli wandte sich auch der Situation im Schwarzen Meer zu und stellte fest, dass die Konflikte zwischen Russland und der Ukraine trotz der vergangenen Zeit weiterhin die regionale Stabilität bedrohen. Jedes Mal, wenn sich durch Getreidelieferungen, Gefangenenaustausche oder diplomatische Kontakte eine Tür zur Entspannung öffne, würden politische Erdbeben die Lage im Norden erschüttern. Diese Spirale, die alle Aspekte der Region beherrsche, erfordere über pathetische Reden hinaus eine korrekte Einschätzung geopolitischer Risiken und einen rationalen Ansatz zum Schutz der nationalen Interessen. In einer solchen Zeit werde der NATO-Gipfel in Ankara die geopolitische Bedeutung der Türkei, ihre schlagkräftige Armee, ihre beispielhafte Verteidigungsindustrie und ihr diplomatisches Gewicht auf der Weltbühne demonstrieren.
Der MHP-Chef betonte, dass die Türkei mit der Staatsräson, die durch die Volksallianz gestärkt werde, auf dem Gipfel ihre strategische Willenskraft zeigen werde, Krisen zu lesen, Bedrohungen zu erkennen, Chancen abzuwägen und die berechtigten Thesen der Türkei der Welt zu verkünden. Er stellte jedoch klar, dass die NATO für die Türkei weder ein Treuebrief noch ein bedingungsloses Befehlszentrum sei. Die zukunftsorientierte und nationale Überlebensperspektive Ankaras stehe über allen Bündnissen, die ihre Quelle von außen beziehen. Die Türkei sei ein Staat, der im Zentrum aller lebenswichtigen und kritischen Themen der NATO stehe.
Bahçeli wies darauf hin, dass die Türkei der einzige NATO-Staat ohne Militärkrankenhäuser sei, was angesichts der Größe und Einsatzfähigkeit der Armee ein inakzeptables historisches Defizit darstelle. Jeder glorreiche Sieg an der Front könne nur durch eine fundierte militärmedizinische Infrastruktur im Hinterland vollendet werden. Die Wiedereröffnung von Militärkrankenhäusern sei daher eine lebenswichtige Frage. Die Militärmedizin sei ein eigenständiges und spezielles Feld, das die Einsatzbedingungen, die Operationspsychologie, die militärische Disziplin und die Befehlskette umfasse. Bei unerbittlichen Kämpfen gegen den Terror, grenzüberschreitenden Operationen und überseeischen heiligen Missionen müssten türkische Ärzte, die den Soldaten wie eigene Kinder betrachten, an ihrer Seite sein.
Abschließend betonte Bahçeli, dass zivile Gesundheitssysteme und Krankenhäuser die besonderen Bedürfnisse der Armee in Kriegschirurgie und Hinterlandlogistik nicht vollständig erfüllen könnten. Die Stärkung der Kriegschirurgie sei eine nationale Überlebensfrage. Die heilige GATA-Tradition stehe für die militärmedizinische Disziplin, die sich vom Hinterland bis zur Front erstreckt, den aufopferungsvollen ärztlichen Geist, der den Soldaten gewidmet ist, und die unter Kriegsbedingungen gestählte Gesundheitsintelligenz. Die Schaffung eines Heeres von Militärärzten, spezialisiert auf Minen- und Explosionsverletzungen, Verbrennungen, schwere Traumata und Gliedmaßenverluste, sei eine Notwendigkeit.
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