Der schlafende Vulkan, der die Wissenschaftler überraschte: Methana erwachte nach 110 tausend Jahren

Eine neue Forschung über den Vulkan Methana in Griechenland hat gezeigt, dass dieser Vulkan nach etwa 110 tausend Jahren Ruhe wieder aktiv geworden ist. Diese Entdeckung hat unter Vulkanologen Debatten darüber ausgelöst, dass die Definition eines „erloschenen“ Vulkans überdacht werden muss. Traditionell galt es als ausreichend, wenn ein Vulkan etwa 10 tausend Jahre lang nicht ausgebrochen war, um als erloschen zu gelten. Das Beispiel von Methana zeigt jedoch, dass dieser Zeitraum viel länger sein kann.
Die Forscher versuchen zu verstehen, wie Methana nach einer so langen Ruheperiode wieder aktiv wurde. Es wird angenommen, dass die Magmakammer in den Tiefen des Vulkans immer noch heiß und in Bewegung ist, ihr Austritt an die Oberfläche jedoch blockiert wird. Diese Situation zeigt, dass die Schlummerperioden von Vulkanen viel länger sein können als angenommen und das Etikett „erloschen“ irreführend sein kann. Die Wissenschaftler betonen, dass das Potenzial für ein plötzliches Erwachen solcher Vulkane nicht ignoriert werden darf.
Der Vulkan Methana befindet sich an der Küste des Saronik Körfezi, im Nordosten der Halbinsel Mora Yarımadası in Griechenland. Obwohl die Region im Laufe der Geschichte Schauplatz von vulkanischer Aktivität war, reicht der letzte Ausbruch von Methana bis ins 3. Jahrhundert v. Chr. zurück. Die neue Forschung zeigt, dass der Vulkan tatsächlich eine viel längere Schlafphase durchlaufen hat und daher fälschlicherweise als erloschen eingestuft wurde. Diese Situation deutet darauf hin, dass die Vulkanüberwachungssysteme und die Risikobewertungen umstrukturiert werden müssen.
Vulkanologen glauben, dass diese Entdeckung auf ähnliche Situationen für andere weltweit als erloschen geltende Vulkane hinweisen könnte. Das Risiko, dass Vulkane, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten, wieder aktiv werden, ist von großer Bedeutung für das Katastrophenmanagement. Die Forschung zeigt, dass die Schlummerperioden von Vulkanen viel länger sein können als erwartet und dass daher der Begriff „erloschen“ neu definiert werden muss.
Zusammenfassend wird diese Studie über den Vulkan Methana als eine revolutionäre Entdeckung in der Vulkanologie betrachtet. Die Wissenschaftler geben an, dass nunmehr sogar Vulkane, die als erloschen galten, genau überwacht werden müssen. Diese Entdeckung könnte den Beginn einer neuen Ära bei der Bewertung vulkanischer Gefahren markieren. Die Forschung hat in der internationalen Vulkanologie-Gemeinschaft weitreichende Resonanz gefunden und zu Aufrufen für weitere Studien geführt.
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