
Cody Gakpo erzielte im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 gegen Marokko das Führungstor für die Niederlande. Der Liverpool-Stürmer traf in der zweiten Halbzeit und kam damit Johnny Reps Rekord als bester niederländischer WM-Torschütze näher. Doch statt ausgelassen zu jubeln, brach Gakpo auf dem Platz zusammen und wurde von seinen Teamkollegen getröstet.
Der Grund für seine emotionale Reaktion war eine persönliche Tragödie: Gakpo und seine Partnerin hatten in den Tagen zuvor ihr ungeborenes Kind verloren. Der 27-Jährige verbrachte die letzten 48 Stunden vor dem Spiel bei seiner Familie, um den Verlust zu verarbeiten. Trotz des Schicksalsschlags entschied er sich, für die Nationalmannschaft zu spielen.
Bondscoach Ronald Koeman und Kapitän Virgil van Dijk lobten Gakpos Stärke in dieser schwierigen Zeit. Koeman betonte, dass das Team ihm alle nötige Unterstützung gegeben habe, einschließlich der Freiheit, bei seiner Familie zu sein. Van Dijk erklärte, dass Fußball in solchen Momenten zweitrangig sei und Gakpo bewundernswert mit der Situation umgehe.
Gakpo hatte bereits in der Gruppenphase zwei Tore gegen Schweden erzielt und einen Assist beigesteuert. Sein Tor gegen Marokko war sein drittes im Turnier. Die Niederlande gewannen das Spiel und zogen ins Viertelfinale ein, doch der Fokus lag auf Gakpos persönlichem Leid.
Die Fußballwelt zeigte sich betroffen und solidarisch. Viele Fans und Experten würdigten Gakpos Entscheidung, trotz der Tragödie zu spielen, und seine Leistung auf dem Platz. Die Geschichte unterstreicht, dass Sportler auch nur Menschen sind und mit denselben emotionalen Herausforderungen kämpfen wie jeder andere.
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