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Marokko feiert WM-Qualifikation mit algerischem Lied

TSA
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Am 30. Juni qualifizierte sich die marokkanische Fußballnationalmannschaft für das Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026, indem sie die Niederlande im Elfmeterschießen besiegte. Nach dem Spiel feierten die Spieler in der Umkleidekabine ausgelassen und stimmten dabei ein Lied des algerischen Sängers Rabah Driassa an. Diese Geste sorgte für Aufsehen, da das Lied „Mabrouk Alina“ in den letzten Jahren Gegenstand eines kulturellen Streits zwischen Marokko und Algerien war.

Das Lied wurde ursprünglich 1986 von Rabah Driassa für die algerische Nationalmannschaft anlässlich der Weltmeisterschaft in Mexiko komponiert und gesungen. Es entwickelte sich zu einer Hymne des algerischen Fußballs. Im Jahr 2022 jedoch coverte der marokkanische Sänger Rachid Berriah das Lied und eignete es sich an, unterstützt durch soziale Medien in Marokko. Dies führte zu einer Kontroverse über die kulturelle Aneignung.

Abdou Driassa, der Sohn des verstorbenen Rabah Driassa und selbst Sänger, warf Rachid Berriah vor, das Lied gestohlen zu haben. Er erklärte, dass er bereits 2022 rechtliche Schritte eingeleitet habe, nachdem er von der unerlaubten Nutzung des Werkes seines Vaters erfahren hatte. Berriah hatte das Lied ohne Zustimmung der Familie Driassa bei der Weltmeisterschaft in Katar gesungen.

Abdou Driassa kontaktierte sowohl das algerische Nationale Amt für Urheberrechte (ONDA) als auch die französische Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger (SACEM), um die Urheberrechte geltend zu machen. Die SACEM ist für die Erhebung von Tantiemen von Musiksendern in Frankreich und international zuständig. Der Fall zeigt die Spannungen zwischen den beiden nordafrikanischen Ländern in kulturellen Fragen.

Die marokkanischen Spieler scheinen mit ihrem spontanen Gesang eine politische oder kulturelle Aussage gemacht zu haben, obwohl unklar ist, ob dies beabsichtigt war. Die Geste wurde in den sozialen Medien kontrovers diskutiert, wobei einige sie als Provokation und andere als Zeichen der Einheit betrachteten. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden kulturellen Konflikte zwischen Marokko und Algerien, die über den Fußball hinausgehen.

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Den vollständigen Artikel an der Quelle lesentsa-algerie.com

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