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Wirtschaft

Gozo-Kanal: Tägliche Kosten von 10.600 Euro für Ersatzfähre geplant

The Shift News
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Die maltesische Regierung bereitet über die Gozo Channel vor, täglich mindestens 10.600 Euro für die Anmietung eines Ersatzschiffs auszugeben. Diese Maßnahme soll den langjährigen und umstrittenen Einsatz der MV Nikolaos beenden, die seit sechs Jahren als provisorische Lösung dient. Ein neuer internationaler Ausschreibungswert von 7,74 Millionen Euro sieht eine zweijährige Zeitcharter vor, mit der Option auf Verlängerung. Die geschätzten Kosten belaufen sich vor Mehrwertsteuer und ohne Betriebskosten wie Treibstoff auf diesen hohen täglichen Betrag. Kritiker bemängeln seit Jahren die Intransparenz und die hohen Ausgaben für das veraltete Schiff.

Die MV Nikolaos wurde im Jahr 2019 als temporäre Lösung eingeführt, während Pläne für neue Fähren ausgearbeitet wurden. Stattdessen blieb das Schiff sechs Jahre lang im Dienst und wird voraussichtlich erst im April 2027 außer Dienst gestellt, falls ein geeigneter Ersatz gefunden wird. Die Regierung hat sich wiederholt dazu verpflichtet, die Flotte zu erneuern, doch diese Versprechen wurden lange Zeit nicht eingehalten. Die anhaltende Nutzung des alten Schiffs hat zu erheblichen öffentlichen Kritik geführt.

Berichte haben gezeigt, dass die Regierung zwischen 10.000 und 13.000 Euro pro Tag für die Anmietung der veralteten Fähre zahlte. Diese Arrangements waren jedoch intransparent, da die Regierung den Vertrag trotz wiederholter Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz nicht veröffentlichte. Zusätzlich wurde bekannt, dass die zertifizierte Passagierkapazität des Schiffs während der Wintermonate aufgrund seines Alters drastisch reduziert wurde. Dennoch musste die volle Leasinggebühr bezahlt werden, obwohl ein schlechterer Service angeboten wurde.

Trotz wiederholter Zusicherungen, die MV Nikolaos bald zu ersetzen, scheiterten frühere Beschaffungsversuche. Ausschreibungen in den letzten Jahren zogen keine Bieter an, was dazu führte, dass Gozo Channel weiterhin auf das veraltete Schiff angewiesen war. Die Steuerzahler summieren sich weiterhin in Millionenhöhe an Leasingkosten. Diese wiederholten Misserfolge bei der Beschaffung werfen die Frage auf, ob die aktuelle Ausschreibung erfolgreich sein wird.

Die neue Ausschreibung sieht eine zweijährige Leasingfrist vor, beinhaltet jedoch Bestimmungen zur Verlängerung des Vertrags. Dies deutet darauf hin, dass das Ersatzschiff möglicherweise über den ursprünglichen Vertragszeitraum hinaus im Dienst bleiben könnte. Im Januar kündigte die Regierung ein Investitionsprogramm in Höhe von 130 Millionen Euro an, um die Flotte zu erneuern. Dieser Plan sieht den Bau zweier neuer Passagierfähren und die Umwandlung eines bestehenden Schiffes in eine Frachtfähre vor. Diese Pläne befinden sich jedoch noch in einem sehr frühen Stadium.

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