James-Webb-Teleskop blickt in uralten Galaxienhaufen und überrascht Wissenschaftler

Mit dem James-Webb-Weltraumteleskop haben Astronomen einen massiven und dichten Galaxienhaufen zur „kosmischen Mittagszeit“ entdeckt, etwa 3,4 Milliarden Jahre nach dem Urknall. Der Haufen mit der Bezeichnung XLSSC 122 ist so weit entwickelt, dass er die aktuellen Theorien der kosmischen Evolution in Frage stellt, da man annahm, dass solche Strukturen zu dieser Zeit gerade erst zu entstehen begannen. Darüber hinaus wirkt der Haufen als starke Gravitationslinse, die das Licht noch weiter entfernter Galaxien verstärkt und ein Werkzeug zur Untersuchung der Verteilung dunkler Materie bietet. Die Ergebnisse wurden auf der 248. Tagung der American Astronomical Society vorgestellt.
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