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Zyperns Cafés müssen ab Februar eigene Becher akzeptieren

Cyprus Mail
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Ab Februar 2024 müssen Cafés und Take-away-Läden in Zypern Kundenbecher akzeptieren, wie es neue EU-Verpackungsregeln vorschreiben. Diese Regelung ist Teil der EU-Verpackungsabfallverordnung, die direkt in allen Mitgliedstaaten gilt, ohne dass nationale Gesetze erforderlich sind. Zypern muss jedoch noch einen Durchsetzungsrahmen schaffen, einschließlich Inspektionen, zuständiger Behörden und Strafen. Der ehemalige Umweltkommissar Charalambos Theopemptou betonte gegenüber dem Cyprus Mail, dass die Verordnung direkt anwendbar sei und Zypern nun praktische Maßnahmen ergreifen müsse.

Die Maßnahme geht weit über das bloße Akzeptieren von Kundenbechern hinaus. Unternehmen müssen klare Verfahren für mitgebrachte Behälter einführen, Personal schulen und Informationen zur Funktionsweise des Systems aushängen. Theopemptou warnte, dass dies enorme Auswirkungen auf Unternehmen haben werde und eine erhebliche Überwachung erfordere. Betriebe benötigen Verfahren für Behälter, die als unrein oder ungeeignet gelten, während die Lebensmittelsicherheit während der Zubereitung gewährleistet sein muss.

Die Änderungen betreffen auch Take-away-Essen, bei dem Betreiber festlegen müssen, wie Kundenbehälter ohne Beeinträchtigung der Hygiene verwendet werden können. Eine zweite Phase tritt am 12. Februar 2028 in Kraft, wenn die meisten Gastronomiebetriebe auch Mehrwegverpackungen durch Rückgabe- oder Pfandsysteme anbieten müssen. Cafés und Restaurants müssen dann Mehrwegbecher oder -behälter bereitstellen, die Kunden nach Gebrauch zurückgeben können.

Kleinbetriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern und einem Jahresumsatz unter zwei Millionen Euro sind von dieser Pflicht ausgenommen. Die Verordnung führt auch Beschränkungen für Verpackungen mit absichtlich zugesetzten per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) ein, die als „ewige Chemikalien“ bekannt sind. Weitere Änderungen folgen ab Januar 2030, wenn Einwegverpackungen für Speisen und Getränke, die vor Ort in Hotels, Restaurants und Catering-Betrieben verzehrt werden, grundsätzlich verboten werden.

Theopemptou erklärte, dass die Vorschriften aufgrund der Hygieneanforderungen, der Personalschulung und der Beschilderung eine umfassende Überholung des derzeitigen Systems erfordern. Unternehmen benötigten Anleitungen der Regierung, wie sie mit allen Eventualitäten der neuen Gesetze umgehen sollen, da es sonst problematisch werden könnte. Die Umsetzung stellt eine große Herausforderung dar, bietet aber auch Chancen für mehr Nachhaltigkeit.

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