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Minarett-Meister Musa Muslu bei Arbeitsunfall ums Leben gekommen

Boyabat Gündemi Gazetesi
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Der erfahrene Minarett-Meister Musa Muslu (60) aus dem Dorf Yeşilyurt in Durağan, der zuletzt in Boyabat lebte, ist bei einem tragischen Arbeitsunfall ums Leben gekommen. Während er Reparaturarbeiten an einem Minarett in Ayancık durchführte, verlor er das Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe. Der Sturz war so schwer, dass er noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen erlag. Muslu war in der Region für seine handwerklichen Fähigkeiten und seine langjährige Erfahrung in der Minarettrestaurierung bekannt. Er hatte erst kürzlich die Renovierung und den Anstrich des Minaretts der Yeşil Orman Moschee im Stadtteil Buzluk in Boyabat abgeschlossen. Sein plötzlicher Tod hat seine Familie, Freunde und die Dorfgemeinschaft von Yeşilyurt tief getroffen.

Die Nachricht von seinem Tod verbreitete sich schnell in der Region und löste große Bestürzung aus. Viele Bewohner von Boyabat und Umgebung kannten Muslu persönlich oder wussten von seinen Arbeiten an den zahlreichen Moscheen der Gegend. Er galt als einer der wenigen verbliebenen Meister seines Fachs, der die traditionelle Kunst des Minarettbaus und der Reparatur beherrschte. Seine Arbeit war nicht nur handwerklich anspruchsvoll, sondern auch gefährlich, da sie oft in großer Höhe ohne moderne Sicherheitsvorkehrungen stattfand. Der Unfall ereignete sich, als er an einem Minarett in Ayancık arbeitete, einer Stadt in der Provinz Sinop. Die genauen Umstände des Sturzes werden noch untersucht, aber es wird angenommen, dass ein Ausrutscher oder ein Nachgeben des Gerüsts die Ursache war.

Die Beerdigung von Musa Muslu ist für Dienstag, den 16. Juni, angesetzt. Die Trauerfeier wird nach dem Mittagsgebet in der İsmail Bey Moschee in Durağan stattfinden. Anschließend wird sein Leichnam auf dem städtischen Friedhof beigesetzt. Die Familie erwartet eine große Anzahl von Trauergästen, darunter viele, die seine Arbeit schätzten und ihm die letzte Ehre erweisen wollen. Die örtliche Gemeinschaft hat bereits ihr Beileid ausgedrückt und Unterstützung für die Hinterbliebenen angeboten. Muslu hinterlässt seine Frau, mehrere Kinder und Enkelkinder, die nun ohne ihren Ernährer und Familienoberhaupt dastehen.

Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Arbeitssicherheit in traditionellen Handwerksberufen auf. Obwohl es keine offiziellen Statistiken gibt, sind Unfälle bei Arbeiten an hohen Bauwerken wie Minaretten in ländlichen Gebieten der Türkei nicht selten. Oft fehlen angemessene Sicherheitsausrüstungen wie Gurte oder Netze, und die Arbeiter sind auf ihre eigene Erfahrung und Vorsicht angewiesen. Experten fordern seit langem strengere Sicherheitsvorschriften und regelmäßige Schulungen für Handwerker, die in der Höhe arbeiten. Der Tod von Musa Muslu könnte nun zu einer erneuten Diskussion über dieses Thema führen, auch wenn es für ihn und seine Familie zu spät kommt.

Die lokale Nachrichtenplattform Boyabat Gündemi sprach der Familie und den Angehörigen ihr tiefstes Beileid aus. In einer Mitteilung hieß es: „Möge Allah ihm gnädig sein und seiner Familie Kraft geben. Unser Beileid gilt besonders Ahmet Muslu und Mehmet Muslu sowie der gesamten Dorfgemeinschaft von Yeşilyurt.“ Die Plattform erinnerte an Muslus Beitrag zur Erhaltung der religiösen Architektur in der Region. Viele Moscheen in Boyabat und Umgebung tragen seine Handschrift, und seine Arbeit wird noch lange nach seinem Tod sichtbar sein. Sein Vermächtnis als Minarett-Meister wird in der Region weiterleben, auch wenn er nicht mehr unter den Lebenden weilt.

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