Usbekistan prüft Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren

Usbekistan erwägt die Einführung gesetzlicher Beschränkungen für die Nutzung sozialer Medien durch Kinder unter sechzehn Jahren. Diese Maßnahme fügt sich in eine wachsende Liste zentralasiatischer Länder ein, die versuchen, Minderjährige im digitalen Zeitalter zu schützen. Die Ankündigung stammt von E’zozxon Karimova, der Ministerin für Vorschul- und Schulbildung des Landes.
Karimova bestätigte, dass bereits Gespräche mit Abgeordneten und Senatoren stattgefunden haben. Ein Gesetzentwurf soll in Kürze für eine öffentliche Konsultation vorbereitet werden. Die Regierung betont, dass das Ziel nicht die vollständige Entfernung von Smartphones aus dem Leben der Kinder ist. Stattdessen sollen durch rechtliche Rahmenbedingungen und strengere Durchsetzung verantwortungsvolle Nutzungsgewohnheiten gefördert werden.
Die Debatte spiegelt ähnliche Diskussionen in anderen Teilen Zentralasiens wider. In Kasachstan wird derzeit über legislative Änderungen nachgedacht, die Kindern unter sechzehn Jahren die Registrierung auf Social-Media-Plattformen verbieten würden. Ausgenommen davon wären jedoch Messaging-Dienste, um die Kommunikation nicht unnötig zu erschweren. Die kasachischen Gesetzgeber argumentieren, dass solche Maßnahmen Kinder vor schädlichen Inhalten wie Gewalt und Pornografie schützen sollen.
Auch in Tadschikistan gab es im vergangenen Jahr ähnliche Debatten über ein Verbot des Social-Media-Zugangs für jüngere Kinder. Dort wurde vorgeschlagen, den Zugang für Kinder unter vierzehn Jahren zu untersagen und für Jugendliche zwischen vierzehn und siebzehn Jahren die schriftliche Zustimmung der Eltern vorzusehen. Befürworter halten strengere Kontrollen für notwendig, während Kritiker digitale Bildung und elterliche involvement als effektiver ansehen.
In Usbekistan gibt es bereits Regeln, die Schüler dazu verpflichten, ihre Handys vor dem Betreten der Schule abzulegen. Die Durchsetzung dieser Vorschriften ist jedoch derzeit inkonsistent. Ministerin Karimova erklärte, dass das neue Gesetz diese Lücke schließen und die Einhaltung der Bestimmungen stärken soll, um eine sicherere digitale Umgebung für Minderjährige zu schaffen.
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