
Gewerkschaftlich organisierte Xbox-Mitarbeiter haben sich in einer Pressekonferenz gegen die drohenden Entlassungen bei Microsoft zur Wehr gesetzt. Die Kommunikationsgewerkschaft CWA organisierte die Veranstaltung, bei der mehrere Entwickler ihre Frustration über die mangelnde Kommunikation des Unternehmens äußerten. Sie fordern unter anderem eine zweijährige Rückkehrgarantie, angemessene Abfindungen und die Möglichkeit, freiwillig zu gehen, um Zwangsentlassungen zu vermeiden. Microsoft hat die Entlassungen nicht offiziell bestätigt, aber eine Neuausrichtung angekündigt.
Die geplanten Kürzungen betreffen Berichten zufolge mehrere Studios, darunter Double Fine, Ninja Theory und Compulsion Games, das erst kürzlich einen Peabody Award gewann. Die Entwickler verhandeln mit Microsoft über einen Verkauf oder eine Unabhängigkeit, doch die Zukunft bleibt ungewiss. Ein CWA-Mitglied kritisierte, dass Microsoft seit vier Monaten auf einem Vorschlag sitze, während das World-of-Warcraft-Team bei Blizzard Fortschritte erzielt habe.
Die Redner betonten, dass sie sich „entbehrlich“ fühlten und nicht länger für die Fehler der Führungskräfte bezahlen wollten. Morgan Goin von ZeniMax Online Studios erklärte, dass harte Arbeit und großartige Spiele nicht vor Entlassungen schützten. Er wies darauf hin, dass Microsofts Investitionen in KI zu höheren RAM-Preisen geführt hätten, was wiederum die Konsolenpreise in die Höhe treibe.
Mahreen Fatima, Senior Environment Artist bei Diablo, ergänzte, dass Microsofts KI-Investitionen die RAM-Knappheit verschärft hätten, während die Entwickler als zu teuer abgestempelt würden. Die Gewerkschaft fordert Schutz für alle Mitarbeiter, nicht nur für Gewerkschaftsmitglieder, und verlangt eine Vorankündigung von Entlassungen.
Ein Microsoft-Sprecher erklärte, man respektiere das Recht der Mitarbeiter, ihre Stimme zu erheben, und verhandle in gutem Glauben mit der CWA. Die Entwickler bleiben jedoch skeptisch und fordern konkrete Maßnahmen, um ihre Arbeitsplätze zu sichern. Die Pressekonferenz endete mit dem Appell, dass die Mitarbeiter nicht länger ignoriert werden dürften.
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