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Sony bestätigt: PS6 könnte deutlich teurer werden als erwartet

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Die globale Speicherkrise, die durch den massiven Bedarf an KI-Servern ausgelöst wurde, hat nun auch die Spielekonsolenbranche erreicht. Ein als "RAMageddon" bezeichneter Preisanstieg bei Hochgeschwindigkeitsspeichern treibt die Kosten für die kommende PlayStation 6 (PS6) in die Höhe. Laut durchgesickerten Daten des Hardware-Analysten KeplerL2 sind die Komponentenkosten der PS6 innerhalb von nur drei Monaten um 31 Prozent gestiegen.

Im März 2026 lag die reine Materialliste (Bill of Materials) der PS6 noch bei etwa 760 US-Dollar. Bis Juni 2026 stieg dieser Betrag jedoch um rund 200 Dollar auf 960 Dollar an. Diese Kostensteigerung ist ausschließlich auf die Rohkomponenten zurückzuführen und beinhaltet noch nicht die Ausgaben für Verpackung, Montage, Logistik, Forschung und Entwicklung sowie die Gewinnmargen der Händler.

Sony-CEO Hideaki Nishino hat in einer Investorenkonferenz klargestellt, dass das Unternehmen nicht bereit ist, die gestiegenen Kosten vollständig zu subventionieren. Anders als in der Vergangenheit, als Sony bei der PlayStation 3 Verluste von 200 bis 300 Dollar pro Konsole in Kauf nahm, will das Unternehmen nun prinzipiell keine Hardware mehr mit erheblichen Verlusten verkaufen.

Analysten gehen davon aus, dass die PS6 im besten Fall bei etwa 1.000 Dollar starten wird, wenn Sony mit minimalen Gewinnspannen oder kleinen Verlusten arbeitet. Realistischer sei jedoch ein Preis zwischen 1.100 und 1.200 Dollar für das Standardmodell mit Disc-Laufwerk, sobald Transport, Zoll, Verpackung und Einzelhandelsmargen hinzukommen.

Eine Verschiebung des Konsolenstarts, um auf fallende Speicherpreise zu hoffen, ist laut Experten keine Option. Die Hardware-Architektur der PS6, insbesondere der etwa 30 GB große GDDR7-Speicher, ist bereits festgelegt. Der Speicherhersteller Micron hat die Verträge für diese Chips zu hohen Preisen für die nächsten fünf Jahre gebunden, sodass eine Verzögerung die Kosten nicht senken, sondern Sony nur im Wettbewerb zurückwerfen würde.

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