
In Istanbul fand ein historischer Rekordversuch statt, bei dem der Trabzon-Horon, ein untrennbarer Bestandteil der türkischen Kultur, eine internationale Krise auslöste. Unter der Leitung des Türkischen Volksspielverbandes wurde auf dem Maltepe-Veranstaltungsgelände eine große Organisation durchgeführt, bei der 5.000 kostümierte Folkloretänzer gleichzeitig den Horon tanzten und sich damit ins Guinness-Buch der Rekorde eintrugen. Dieser historische Erfolg führte jedoch im Nachbarland Griechenland zu Empörung. Nach dem Rekord des Trabzon-Horons startete die griechische Presse eine Kampagne der Wahrnehmungsmanipulation.
Mit dem Slogan „Horon ist unser!“ wurde der Weltrekord aufgestellt. Tausende Folkloretänzer aus verschiedenen Provinzen strömten nach Istanbul und bildeten auf dem Maltepe-Gelände einen riesigen Kreis. Die 5.000 Teilnehmer in bunten Kostümen boten ein visuelles Spektakel und tanzten drei Minuten lang wie aus einem Herzen den Horon. Nach dem Rekordversuch hielt die Spannung an, bis die Guinness-Vertreterin für die Türkei, Şeyda Subaşı, die Bühne betrat. Nach Prüfungen erklärte sie offiziell, dass der Rekordversuch des Türkischen Volksspielverbandes in der Kategorie „Türkische Volksspiele“ erfolgreich war. Die Tausenden feierten den gebrochenen Weltrekord erneut mit einem ausgelassenen Horon.
Die griechische Presse reagierte mit ungeheuerlichen Anschuldigungen und bezeichnete den Rekord als „provokativen Schachzug“. Anstatt zu gratulieren, versuchte die griechische Presse, den Horon, ein Symbol der Schwarzmeerkultur, für sich zu beanspruchen. In den griechischen Medien erschienen Artikel mit Titeln wie „Provokativer Schachzug in der Türkei: Pontischer Tanz als ‚türkischer Tanz‘ für Guinness-Rekord präsentiert“. Die Berichte enthielten haltlose und manipulative Aussagen, dass die Organisatoren der Veranstaltung versucht hätten, das historische Gedächtnis und die Wahrheit zu tilgen, indem sie einen pontischen Tanz als traditionellen türkischen Tanz darstellten.
Der Gouverneur von Istanbul, Davut Gül, antwortete auf die griechische Kampagne und die kulturellen Aneignungsversuche mit einer Ankündigung, die die Griechen um den Schlaf bringen dürfte. Vor dem Rekordversuch hatte Gül bereits ein neues Rekordziel für das nächste Jahr angekündigt: In Izmir soll mit 15.000 Teilnehmern ein riesiger Zeybek-Rekord aufgestellt werden. Diese Ankündigung kam wie eine Antwort auf die griechischen Vorwürfe und zeigt, dass die Türkei ihre kulturellen Errungenschaften weiterhin mit Guinness der Welt präsentieren wird.
Während die Türkei weiterhin kulturelle Erbe-Einträge mit Guinness der Welt bekannt macht, bleibt abzuwarten, wie die geplante Zeybek-Vorführung mit 15.000 Personen in Izmir in Athen aufgenommen wird. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern könnten sich durch diese kulturellen Rekordversuche weiter verschärfen, da sie nicht nur folkloristische, sondern auch politische und historische Dimensionen haben. Die griechische Seite sieht in den türkischen Rekorden offenbar eine Provokation, während die Türkei ihre kulturelle Vielfalt und Traditionen feiert.
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