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Trump überrascht von Supreme-Court-Entscheidung zu Carroll-Urteil

Axios
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Präsident Trump hat überrascht reagiert, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA am Montag seinen Antrag abgelehnt hat, ein zivilrechtliches Urteil in Höhe von 5 Millionen Dollar aufzuheben. Das Urteil war ergangen, weil Trump die Schriftstellerin E. Jean Carroll sexuell missbraucht und verleumdet hatte. Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social, er sei überrascht, dass das Gericht den Fall nicht überprüfen wolle. Er bezeichnete die Anschuldigungen als politisch motiviert und betonte, er habe Carroll nie getroffen. Die Entscheidung des Supreme Courts ist ein weiterer Rückschlag für Trump, der jahrelang versucht hatte, das Urteil zu kippen.

Carrolls Anwältin Roberta Kaplan begrüßte die Entscheidung und erklärte, dass das Urteil der Jury nun endgültig bestätigt sei. Sie betonte, dass Trumps wiederholte Versuche, das Urteil anzufechten, gescheitert seien. Die Entscheidung des Supreme Courts beende Trumps Bemühungen, sich seiner Verantwortung zu entziehen. Kaplan wies darauf hin, dass die Jury einstimmig befunden habe, dass Trump Carroll sexuell angegriffen und verleumdet habe. Die heutige Entscheidung sei ein Sieg für die Gerechtigkeit.

Der Fall hat eine lange Vorgeschichte: Ein Berufungsgericht hatte das Urteil im September bestätigt und festgestellt, dass Trump verleumderische Aussagen über Carroll gemacht hatte. Das Gericht befand, dass die Entscheidung der Jury und die zugesprochenen Schadensersatzforderungen fair und angemessen seien. Es stellte fest, dass Trump zumindest rücksichtslos die Wahrheit missachtet habe. Trumps Anwälte haben nun beantragt, dass ein Berufungsgericht eine separate Entscheidung über 83,3 Millionen Dollar überprüft, die Trump an Carroll zahlen muss.

Die Entscheidung des Supreme Courts ist endgültig und beendet diesen speziellen Fall. Trump hat jedoch weiterhin rechtliche Möglichkeiten, gegen andere Urteile vorzugehen. Der Fall hat weitreichende politische Implikationen, da Trump erneut für das Präsidentenamt kandidiert. Die Anschuldigungen und Gerichtsverfahren könnten seine Wahlchancen beeinflussen. Trump hat stets seine Unschuld beteuert und die Verfahren als Teil einer politischen Hexenjagd bezeichnet.

Insgesamt zeigt der Fall, wie schwierig es für ehemalige Präsidenten sein kann, sich rechtlichen Konsequenzen zu entziehen. Die Entscheidung des Supreme Courts unterstreicht die Unabhängigkeit der Justiz. Für Carroll bedeutet das Urteil eine späte Genugtuung nach Jahren des Rechtsstreits. Der Fall bleibt ein wichtiges Kapitel in der amerikanischen Rechtsgeschichte und ein Beispiel für die Auseinandersetzung mit Machtmissbrauch.

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