
Die türkische Ministerin für Familie und soziale Dienste, Mahinur Özdemir Göktaş, hat auf dem Eröffnungsprogramm des Workshops 'Gönül Elçileri Aile Vizyon Çalıştayı' in Ankara gesprochen. Sie betonte die Bedeutung des Projekts 'Gönül Elçileri' (Freiwillige Botschafter), das eine starke Wohltätigkeitsbewegung im ganzen Land darstellt. Dabei gab sie bekannt, dass derzeit 11.022 Kinder bei 9.277 Pflegefamilien leben. Diese Zahlen zeigen den Erfolg des Programms, das seit 2012 unter der Schirmherrschaft von Emine Erdoğan läuft.
Der Workshop fand in einem Hotel in Ankara statt und brachte Pflegefamilien, Sozialarbeiter und Vertreter der Regierung zusammen. Göktaş hob hervor, dass die Geschichten der Pflegefamilien verdeutlichen, wie Liebe in gesellschaftliches Wohl umgewandelt wird. Sie betonte, dass jedes Kind nicht mit den gleichen sicheren Startbedingungen ins Leben startet, und dass Pflegefamilien eine entscheidende Rolle spielen, um diesen Kindern eine zweite Chance zu geben.
Die Ministerin erläuterte, dass die Pflegefamilien nicht nur ein Zuhause bieten, sondern auch das Zugehörigkeitsgefühl der Kinder stärken. Sie verwies auf die kulturellen und zivilisatorischen Werte der Türkei, die der Familie eine hohe Bedeutung beimessen. Das Projekt 'Gönül Elçileri' habe sich zu einer gemeinsamen Stimme des Teilens und der Solidarität entwickelt.
Besonders wichtig sei die Bindung in den ersten Lebensjahren: 2.229 Kinder im Alter von 0-3 Jahren und 2.057 Kinder im Alter von 4-6 Jahren wachsen bei Pflegefamilien auf. Zudem werden 1.345 Kinder mit besonderen Bedürfnissen betreut. Die Regierung hat rechtliche Verbesserungen eingeführt, darunter bezahlten Urlaub für Pflegeeltern im öffentlichen und privaten Sektor sowie verbesserte soziale Absicherung.
Göktaş kündigte auch das Projekt 'Stärkung des Pflegefamiliensystems in der Türkei' an, das 2024 gestartet wurde. In 30 Pilotprovinzen wurden 283 Kinder mit 262 temporären Pflegefamilien zusammengebracht. Die Ministerin dankte allen Beteiligten und gratulierte zum Tag der Pflegefamilie am 30. Juni. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die Bewegung weiter wachsen wird.
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