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Tochter von Project Green CEO erhält Regierungsposten in Malta

The Shift News
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Katrina Cuschieri, die Tochter des ehemaligen MFSA-Chefs und jetzigen CEOs von Project Green, Joseph Cuschieri, hat erneut eine staatliche Position inne. Sie wurde als Beraterin im Amt des Premierministers (OPM) eingestellt und der Direktion Vision 2050 zugeteilt. Diese Einheit ist für die Koordinierung der langfristigen Regierungsstrategie zuständig. Kritiker betrachten das Projekt Vision 2050 jedoch eher als eine vom Steuerzahler finanzierte Marketingkampagne als als substanzielles politisches Programm. Die Einstellung erfolgte ohne einen wettbewerbsorientierten Rekrutierungsprozess, was die normalen Verfahren für öffentliche Ämter umgeht.

Trotz ihres jungen Alters von nur zwanzig Jahren und mangels signifikanter Berufserfahrung erhielt Cuschieri ein lukratives Gehaltspaket, das vollständig von Steuerzahlern finanziert wird. Dies ist der neueste Schritt in einer schnellen Folge von staatlich finanzierten Rollen, die wiederholt Fragen nach Bevorzugung aufgeworfen haben. Der Einfluss ihres Vaters, Joseph Cuschieri, spielt dabei eine zentrale Rolle, obwohl er als entehrter ehemaliger Chef der Malta Financial Services Authority gilt. Er hat dennoch unter der Labour-Regierung weiterhin hochrangige Regierungsämter erhalten.

Die jüngste Entwicklung markiert ein weiteres Kapitel in einer Reihe von Kontroversen um die Familie Cuschieri. Zuvor wurde bekannt, dass Katrina Cuschieri bereits nach ihrem Studium von Energieministerin Miriam Dalli eingestellt wurde. Später erhielt sie eine erhebliche Gehaltserhöhung und wechselte zu Infrastructure Malta, wo sie vom CEO Steve Ellul persönlich ausgewählt wurde. Darüber hinaus sitzt sie im Aufsichtsrat von Clearflow plc, einem weiteren staatlichen Unternehmen unter der politischen Verantwortung von Miriam Dalli.

Joseph Cuschieri selbst hatte trotz seines erzwungenen Rücktritts von der MFSA aufgrund verschiedener Skandale eine Reihe von Regierungsrollen angesammelt. Dazu gehörten seine Ernennung zum CEO von Project Green und seine Tätigkeit als Politikberater für den damaligen parlamentarischen Staatssekretär Keith Azzopardi Tanti. Auch sein privates Beratungsunternehmen CP Advisory sorgte dafür, dass andere Mitarbeiter desselben Unternehmens staatliche Beschäftigung erhielten. Dies wirft ein negatives Licht auf die Transparenz in der Vergabe öffentlicher Aufträge.

Die jüngste Ernennung von Cuschieris Tochter wirft erneut Fragen zur Transparenz im Amt des Premierministers auf. Das OPM hat wiederholt Anfragen abgelehnt, um offenzulegen, wer Teil der Direktion Vision 2050 ist. Auch eine Anfrage nach den Verträgen und Rollen der dort Beschäftigten wurde zurückgewiesen. Die Direktion wurde kürzlich von Ronald Mizzi geleitet, einem ständigen Sekretär, der derzeit wegen seiner Verbindung zu den Vitals- und Steward-Krankenhäusern strafrechtlich angeklagt ist. Ein weiterer hoher Beamter, Anthony David Gatt, wurde ebenfalls aus der Direktion entfernt.

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