SIDA-Chef fordert Entlassung des IRSA-Vorsitzenden wegen Wasserkrise in Sindh

Der Vorsitzende der Sindh Irrigation and Drainage Authority (SIDA), Qabool Mohammad Khatian, hat die Führungsspitze der Indus River System Authority (IRSA) scharf kritisiert. Er wirft ihr vor, die Bewässerungswasserflüsse für die Provinz Sindh unrechtmäßig reduziert zu haben. Diese Reduzierung habe zu einer schweren Wasserknappheit in der Region geführt, die bereits unter Dürre leidet. Khatian fordert daher die sofortige Entlassung des IRSA-Vorsitzenden, um die gerechte Verteilung der Wasserressourcen sicherzustellen.
Die Auseinandersetzung zwischen SIDA und IRSA ist Teil eines größeren Konflikts um die Wasserrechte in Pakistan. Die Provinz Sindh, die flussabwärts liegt, fühlt sich häufig benachteiligt, da die oberen Anrainerprovinzen mehr Wasser abzweigen. Khatian betont, dass die IRSA als Bundesbehörde eigentlich für eine faire Verteilung sorgen sollte, stattdessen aber die Interessen der oberen Provinzen bevorzuge. Dies gefährde die landwirtschaftliche Produktion und die Lebensgrundlage von Millionen Menschen in Sindh.
Die Wasserkrise in Sindh hat sich in den letzten Jahren verschärft, bedingt durch Klimawandel, unzureichende Infrastruktur und politische Streitigkeiten. Die Landwirtschaft, die das Rückgrat der Wirtschaft Sindhs bildet, leidet enorm unter den unzureichenden Wasserlieferungen. Bauern können ihre Felder nicht ausreichend bewässern, was zu Ernteausfällen und steigenden Preisen führt. Die Forderung nach einer Reform der Wasserpolitik wird daher immer lauter.
Khatian argumentiert, dass die IRSA nicht nur ineffizient, sondern auch korrupt sei. Er verlangt eine transparente Untersuchung der Wasserzuweisungen und eine Neubesetzung der Führungspositionen. Die Bundesregierung müsse endlich handeln, um die Krise zu bewältigen. Andernfalls drohe eine humanitäre Katastrophe in der ohnehin schon armen Region.
Die Reaktion der IRSA auf die Vorwürfe steht noch aus. Experten fordern eine überparteiliche Lösung, die die Rechte aller Provinzen respektiert. Langfristig müsse Pakistan in moderne Bewässerungssysteme und Wasserspeicher investieren, um die Abhängigkeit von den jährlichen Monsunregen zu verringern. Nur so könne eine nachhaltige Wasserversorgung für alle sichergestellt werden.
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