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Repräsentantenhaus verabschiedet KIDS Act: Senat droht Konflikt um Kindersicherheit im Internet

Axios
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Das Repräsentantenhaus hat am Montag den KIDS Act verabschiedet, ein Gesetzespaket zum Schutz von Kindern im Internet. Der Gesetzentwurf wurde mit 267 zu 117 Stimmen angenommen und nun an den Senat weitergeleitet. Allerdings haben einflussreiche Senatoren bereits signalisiert, dass das Gesetz in seiner jetzigen Form kaum Chancen auf eine Verabschiedung hat. Der KIDS Act enthält eine Version des Kids Online Safety Act (KOSA), jedoch ohne die sogenannte "Sorgfaltspflicht"-Klausel, die Plattformen verpflichten würde, angemessene Maßnahmen zur Minderung von Schäden durch Designmerkmale wie endloses Scrollen oder algorithmische Empfehlungen zu ergreifen. Befürworter dieser Klausel sehen sie als entscheidend an, um Technologieunternehmen zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Abstimmung im Repräsentantenhaus erfolgte mit breiter überparteilicher Unterstützung, doch der Weg im Senat verspricht schwierig zu werden. Senatorin Maria Cantwell (D-Wash.) erklärte, dass der Senat nicht daran interessiert sei, die Präemptionsklausel zu akzeptieren, die es erschweren würde, soziale Medienunternehmen wegen ihrer Designmerkmale zu verklagen. Sie betonte, dass solche Präemptionen bereits wegweisende Fälle in Kalifornien verhindert hätten. Auch Senator Richard Blumenthal (D-Conn.), Mitunterzeichner von KOSA, lehnte die Präemption entschieden ab. Die Debatte dreht sich um die Frage, ob Bundesgesetze strengere Landesgesetze überschreiben dürfen.

Der KIDS Act enthält eine Präemptionssprache, die nach Ansicht von Kritikern die Haftung von Social-Media-Unternehmen einschränken würde. Der Vorsitzende des Energie- und Handelsausschusses des Repräsentantenhauses, Brett Guthrie (R-Ky.), verteidigte das Gesetz als Kompromiss, der einen bedeutenden Schritt nach vorne darstelle. Er räumte ein, dass kein einzelnes Gesetz alle Herausforderungen für Familien im Internet lösen könne. Die Demokraten im Repräsentantenhaus, darunter Frank Pallone (D-N.J.), argumentierten jedoch, dass die Präemptionssprache so formuliert sei, dass sie den Bundesstaaten weiterhin erlaube, strengere Gesetze zu erlassen.

Die Trump-Administration und die Technologiebranche drängen auf ein Bundesgesetz, das einige staatliche KI-Gesetze überschreiben würde. Senatorin Marsha Blackburn (R-Tenn.) arbeitet mit dem Weißen Haus an einem Deal, der Kindersicherheitsmaßnahmen mit einer bundesstaatlichen Präemption von KI-Gesetzen verbindet. Sie betonte, dass jedes Gesetz die Sorgfaltspflicht enthalten müsse. Senator Cantwell warnte davor, Kindersicherheit mit schlechter KI-Politik zu verknüpfen. Der Vorsitzende des Handelsausschusses des Senats, Ted Cruz (R-Texas), arbeitet ebenfalls an Gesetzen zur Kindersicherheit, aber seine Vorschläge sind noch unklar.

Der Kongress hat wiederholt versucht, KOSA zu verabschieden, ist aber bisher gescheitert. Dieses Mal befürchten die Befürworter, dass der Druck des Weißen Hauses zu einem verwässerten Gesetz führen könnte. Senator Blumenthal warnte davor, dass das Weiße Haus eine Allianz mit der großen Technologiebranche eingehen könnte. Die Zukunft des KIDS Act bleibt ungewiss, da der Senat voraussichtlich Änderungen fordern wird. Die Debatte spiegelt die anhaltenden Spannungen zwischen Bund und Ländern sowie zwischen Kinderschutz und Technologieregulierung wider.

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